--:--
← Play story audio ↑
--:--

Once upon a time there was a girl named Rapunzel. Rapunzel lived in a tall tower in the forest. The tower had no ladder, no stairs and definitely no elevator. There was no way to get up or down.

Why did Rapunzel live in a tower? Well, it all started with a witch...

Es war einmal ein reicher Hutmacher. Der erzählte viele Lügen. Aber er war so reich, dass es niemanden kümmerte, wenn er Lügen erzählte.
„Oh, er macht nur Witze!”, sagten die Leute und lachten .

Der reiche Mann ging gerne mit anderen reichen Leuten tanzen. Bei den Tänzen standen die reichen Leute herum und erzählten sich Lügen.

„Mein Mann hat einen Truthahn aus drei Kilometern Entfernung erschossen…”, sagte eine reiche Dame.
„Mein Sohn ist so klug, dass er seine Lehrer unterrichtet!”, sagte ein reicher Mann.
„Meine Katze ist so schlau, dass sie Stöckchen holen kann wie ein Hund!”, sagte eine andere reiche Dame.

Der reiche Hutmacher wollte auch mitreden, also erzählte er seine bisher größte Lüge:
„Meine Tochter ist so unglaublich, dass sie aus Heu Gold machen kann!”

All die reichen Leute nickten und lächelten.
„Oh ja!”, riefen sie. „Wie wundervoll!”

Plötzlich hörte man eine laute Stimme aus dem hinteren Teil des Zimmers.
„SIE KANN AUS HEU GOLD MACHEN?!”
Es war der König! Alle verbeugten sich und rangen nach Luft, als er auf den Hutmacher zuging.

„HAST DU GESAGT, SIE KANN AUS HEU GOLD MACHEN?”
„Ähmm… ja… ich meinte eigentlich… mhh… ja?”,
stammelte der Hutmacher.

„Bring sie zu mir!”, rief der König. Er stürmte aus dem Zimmer.
„Oh je!”, dachte der Hutmacher. „Was mache ich jetzt?”

Am nächsten Morgen brachte der Hutmacher seine Tochter Sophie in einen kleinen Saal im Palast.
Sophie war sehr durcheinander.
„Warum bin ich hier? Vater? Was ist los?”

„Dein Vater ist ein Lügner.”, erklärte der König. „Letzte Nacht hat er gesagt, dass du aus Heu Gold machen kannst. Ich glaube, das ist eine Lüge! Und ich HASSE Lügner.”

„Hier ist ein Bündel Heu.”, sagte der König. „Bitte mach Gold daraus. Bis zum Morgen muss es fertig sein.”

Sophie rang nach Luft.
„Oh, und noch etwas:”, sagte der König. „Falls du es nicht schaffst, werde ich deinen Vater an meine Krokodile verfüttern. Ich HASSE Lügner…”

Alle gingen aus dem Saal. Sophie war alleine.
„Oh je!”, dachte Sophie. „Was mache ich jetzt?”

Es wurde Nacht. Sophie war wütend.
„Wie lächerlich!”, schäumte sie. „Ich kann aus Heu kein Gold machen! Das ist unmöglich!”

Da hörte sie ein seltsames Kichern…
„Hi hi hii… was haben wir denn hier?”

Ein seltsamer kleiner Mann erschien in einer Ecke des Raums. Er war sehr klein. Er hatte braune, lockige Haare, einen schwarzen Hut und rote, spitze Schuhe.

„Brauchst du etwas Hilfe, mein Liebes?”, sagte der kleine Mann.
„Ich muss aus diesem Heu Gold machen!”, seufzte Sophie. „Das ist lächerlich! Es ist unmöglich!”

„Oh, es ist möglich!”, sagte der kleine Mann. „Ich kann es für dich tun…”
„Ja! Bitte hilf mir!“, flehte Sophie.

Der kleine Mann zog zwei Stricknadeln aus seiner Tasche. Er begann, Kleider aus dem Heu zu stricken. Als das Heu durch seine Nadeln ging, wurde es zu einem wunderschönen goldenen Faden.

Er strickte goldene Schals. Er machte goldene Hüte und goldene Socken. Bald war das Heu verschwunden und es lag nun ein Haufen goldener Kleidung auf dem Boden.
„Und was bekomme ich jetzt dafür?”

„Diese Diamantkette?”, schlug Sophie vor.
„Perfekt!”, sagte der Mann. „Ich kann eine Diamantkette gebrauchen.”
Sophie gab dem Mann ihre Kette. Er rief: „Hi hi hii!”, und verschwand.

Am nächsten morgen kam der König zurück in den Saal. Er öffnete die Tür und konnte nicht glauben, was er sah.
„Ist das ein Trick? Wie hast du das gemacht?”, wollte er unbedingt wissen. „Sophie, komm bitte mit.”

Der König führte Sophie in einen anderen Raum. In diesem Raum waren ZEHN Heuhaufen.
„Wenn du es einmal geschafft hast, kannst du es wieder tun.”, sagte der König. „Bis zum Morgen muss es fertig sein… Und dieses Mal schließe ich die Tür ab.”

Alle gingen aus dem Raum. Sophie war alleine. Und die Tür war abgeschlossen.
„Oh, um Himmels Willen!”, rief Sophie.

Dieses Mal wusste Sophie, was zu tun war. Sie schaute um sich herum. Sie schaute nach oben und schaute nach unten.
„Kleiner Mann? Kleiner Mann? Bist du da?”

Da hörte sie ein lustiges Kichern.
„Hi hi hii… was haben wir denn hier?”
Der kleine Mann erschien in einer Ecke des Raums.

Wieder zog er zwei Stricknadeln aus seinen Taschen. Er begann, mit dem Heu zu stricken.

Er strickte goldene Pullover. Er machte goldene Handschuhe und goldene Unterhosen. Bald war das Heu verschwunden und es lag ein Haufen goldener Kleidung auf dem Boden.

„Und was bekomme ich jetzt dafür?”, fragte der kleine Mann.
„Diesen Rubinring?”, schlug Sophie vor.

„Perfekt!”, sagte der Mann. „Ich kann einen Rubinring gebrauchen.”
Sophie gab dem Mann ihren Ring. Der Mann rief: „Hi hi hii!”, und verschwand.

Als der König am nächsten Morgen die Tür öffnete, konnte er nicht glauben, was er sah.
„Wie hast du das gemacht? SAG ES MIR! SOFORT!”

Sophie zuckte mit den Schultern. „Ich habe mir das Stricken letzten Winter selbst beigebracht…”
Der König führte Sophie in wieder einen anderen Saal im Palast. Der Saal war komplett voll mit Heu, vom Boden bis zur Decke.

„Hier sind EINHUNDERT Heuballen!”, rief der König. „Und vor der Tür sind zehn Wachen. Dieses Mal kann dir keiner helfen...

... Ich hoffe, du lügst nicht, liebe Sophie.”, sagte der König leise. „Denk daran: ALLE Lügner werden an die Krokodile verfüttert…”

Alle gingen aus dem Saal. Sophie war alleine. Und es waren zehn Wachen vor der Tür.

Sophie wusste wieder, was zu tun war.
Sie suchte den kleinen Mann. Sie schaute oben. Sie schaute unten. Sie schaute unter dem Tisch. Sie schaute im Schrank nach.
„Kleiner Mann? Kleiner Mann?”, flüsterte sie. „Wo bist du?”

Sie schaute und schaute, aber der kleine Mann war nicht da.
Sophie setzte sich hin und weinte. Bald fiel sie in einen tiefen Schlaf.

Als sie aufwachte, konnte sie ihren Augen nicht glauben. Jedes einzelne Bündel Heu war verschwunden und es lag ein RIESIGER Haufen goldener Kleidung auf dem Boden. Der kleine Mann saß ganz oben auf der Kleidung.

„Oh, vielen Dank!”, schluchzte Sophie. „Ich dachte, ich wäre ganz sicher Krokodilfutter!”
Der kleine Mann lächelte. „Und was bekomme ich jetzt dafür?”

„Dieses Saphirarmband?”, sagte Sophie.
„Nein. Ich brauche kein Armband…”

„Diese Silberohrringe?”, schlug Sophie vor.
„Nein. Ich trage keine Ohrringe…”

Sophie wurde langsam wütend. „Ich habe sonst nichts, was ich dir geben kann!”, rief sie.
„Ich weiß, was ich haben will...”, sagte der kleine Mann. „In vielen Jahren von heute an… gibst du mir dein erstes Kind!”

„WAS? NEIN!”, rief Sophie.
„… Oder ich werde dem König sagen, dass du eine Lügnerin bist!”, flüsterte der kleine Mann.

Sophie hatte keine andere Wahl. Sie stimmte der Abmachung mit dem kleinen Mann zu.

Der König kam zurück. Als er die Türen öffnete, war er sehr erstaunt. Da lag ein riesiger Haufen goldener Kleidung, vom Boden bis zur Decke.

„Du bist wirklich unglaublich!”, rief er zu Sophie. „Du darfst gehen. Aber vielleicht kannst du eines Tages auch mir beibringen, wie man strickt?”
Sophie stimmte zu. Sie rannte so schnell sie konnte aus dem Palast.

Zehn Jahre vergingen. Aus Sophie wurde eine kluge und erfolgreiche Frau. Sie heiratete einen gütigen Mann. Sie bekamen zusammen einen kleinen Jungen.

Eines Morgens, als Sophie mit ihrem Sohn im Garten spielte, hörte sie dieses seltsame Kichern.
„Hi hi hii… was haben wir denn hier?” Der kleine Mann kam hinter einem Busch hervor.

„NEIN! DU KANNST IHN NICHT HABEN!”, schrie Sophie. Sie hielt das Kind fest an ihre Brust. Sie weinte und weinte.

„Wir hatten eine Abmachung, mein Liebes.”, sagte der kleine Mann. „Aber ich schlage dir eine andere Abmachung vor...

... Errate meinen Namen! Wenn du meinen Namen weißt, dann kannst du deinen Sohn behalten. Du hast drei Tage. Abgemacht?”
Sophie schluchzte. „Abgemacht.”

In der nächsten Nacht kam der kleine Mann zurück und Sophie versuchte es mit lauter gewöhnlichen Namen:
„Ist es Torsten?”
„Nein...”
„Ist es Klaus?”
„Nein...”

„Ist es Horst?”
„Nein.”

In der zweiten Nacht versuchte sie es mit ein paar weniger gewöhnlichen Namen:
„Ist es Leopold?”
„Nein!”
„Ist es Kunibert?”
„Nein!”
„Ist es Eberhart?”
„Nein!”

Am dritten Tag bekam Sophie Panik. Sie machte einen Spaziergang im Wald. Es wurde schon spät.

„Seine Füße sind spitz wie ein Norweger…” dachte sie. „Also ist sein Name vielleicht Bjørn?… Aber seine Nase ist rot wie ein Australier… also ist sein Name vielleicht Keith?… Aber sein Hut sieht türkisch aus! Also ist sein Name vielleicht Mustafa?…”

Sophie lief tiefer und tiefer in den Wald. Sie sprang über Baumstämme und kletterte über Felsen, und dann bog sie um eine Ecke. Sie war sehr überrascht, ein kleines Haus zu sehen.

Eine Frau saß auf der Veranda. Sie strickte Babykleidung und sang leise. Um ihren Hals war Sophies Halskette. An ihrem Finger war Sophies Ring!

„Rumpelstilzchen! Rumpelstilzchen”, rief die Frau. „Mein Liebster! Kannst du herkommen? Ich brauche deine Hilfe beim Stricken!”
Und ratet mal, wer in der Tür erschien? Es war der kleine Mann!

Sophie duckte sich hinter einen Busch. Was für ein Glück! Sie rannte so schnell sie konnte nach Hause.

In der Nacht kam der kleine Mann, um Sophie zu sehen. Er wirkte sehr glücklich.
„Es ist Zeit, mein Liebes.”, sagte er. „Weißt du meinen Namen?”

„Ist es Rollmops?”
„Nein!”
„Ist es Rokoko?”
„Nein!”
„Ist es … Rumpelstilzchen?”

Das Gesicht des kleinen Mannes wurde rot vor Wut.
„ARRRRRRRRRRGGGGGGH!”
Er schrie und brüllte und stampfte mit seinen Füßen.
„Woher weißt du meinen Namen? WOHER WEISST DU MEINEN NAMEN?”

Aber dann hörte er auf und fing an zu weinen. Er sah zu Sophie hoch.
„Wir hätten deinen Sohn sehr lieb gehabt.”, flüsterte er.
Der kleine Mann wischte seine Tränen mit einem gelben Taschentuch fort und verschwand.

Danach lebten Sophie und ihre Familie glücklich bis ans Ende ihrer Tage, ganz so, wie in den Geschichten. Aber was wurde aus dem kleinen Mann?

Nun ja, schaut genau hin, wenn die Leute große Lügen erzählen. Denn große Lügen kosten immer einen hohen Preis.

Rumpelstilzchen wird oft auch dort sein. Unter dem Tisch oder oben auf dem Schrank. Er wartet immer auf eine lohnende Abmachung…


As you know, witches can be very jealous. They particularly hate when people steal (that people are stealing) herbs from their vegetable gardens.

But unfortunately Rapunzel's mother did not know that about witches. Many years ago when she was pregnant with Rapunzel, she sneaked into the yard of her neighbour the witch, and stole a little parsley.

The witch saw her steal the parsley. She gave Rapunzel's mother two choices:

Retold by Aletta with co-conspirators Bex and Miranda. Illustrated and animated by Aletta. Voiced by Irene. Translated by Lukas and Kent. Music by Luke.